Datenschutz bei Veröffentlichungs-Zwang

Manche Daten müssen Sie veröffentlichen, ob Sie wollen oder nicht. Ihr voller, nicht abgekürzter Name hat im Impressum Ihrer Webseite zu stehen, sofern Sie nur irgendwie am Geschäftsverkehr teilnehmen; Ihre E-Mail sollte eine ladungsfähige Adresse enthalten; Ihr Internet-Auftritt muss leicht erreichbare elektronische Kontaktmöglichkeiten bieten.

Das können Sie nicht aus Datenschutz-Gründen ablehnen.

Leider wissen das die Adress-Diebe, Datenhändler und Stalker auch. Spezielle Automatik-Programme sammeln ununterbrochen Telefon-Nummern oder ganze Datensätze, Adressblöcke, und im schlimmsten Fall oder Idealfall – je nachdem, ob man Opfer oder Täter ist – sammeln sie komplette Informations-Profile, die uns alle sehr angreifbar machen.

Man muss also Infos auf der Homepage publizieren, die dem Missbrauch Tür und Tor öffnen.

Es gibt einige Gegenmaßnahmen. Beispielsweise sind viele alternative Schreibweisen in Mode gekommen, die den menschlichen Betrachter nicht verwirren, dem Suchprogramm die Arbeit aber schwerer machen.

Datensammler abblocken

Beispiele für Schreibweisen, die Datensammler abblocken:

  • O751 statt 0751, hier ersetzt der Buchstabe O die Null am Vorwahlbeginn
  • 075I statt 0751, hier wird der Buchstabe I statt der 1 geschrieben
  • @-Zeichen in Mailadressen durch andere Schreibweisen ersetzen, etwa „at“ oder [at]
  • Null Sieben 5 1 statt 0751, einzelne Zahlen werden willkürlich ausgeschrieben

Welche Nachteile entstehen, wenn man Datensammler abblockt

All diese Ideen haben diverse Nachteile. Denn einerseits verwirren sie unter Umständen auch Menschen, beispielsweise Nicht-Muttersprachler; dann erschweren sie die Benutzung, weil sie nicht in erwünschte Geschäftskontakte kopiert werden; und zuletzt verhindern sie eben auch gutartige Automatismen, etwa die direkte Erkennung einer Telefonnummer im Handy. Letzteres kann durchaus einen Kunden-Anruf verhindern, weil Kundin oder Kunde einfach zur nächsten, leichter aufrufbaren Nummer weitersurft.

Elegantere Methoden, Datensammler zu vermeiden

Filter vorschalten

Ein Filter ist das Prinzip des Windfangs oder der Schleuse: der Angriff landet nicht direkt bei Ihnen. Dieses Prinzip beherzigt jedes Vorzimmer und jeder Türsteher: es darf eben nicht jede und jeder durch.

Haben Sie kein Personal, kann ein Anrufbeantworter oder ein Zweithandy wirksam der Filterung dienen, denn die WICHTIGE Telefonnummer erhalten nur jene, die mit Ihnen in ernsthaftem und bedeutsamem Kontakt stehen. Auch das hat seine Tücken: So schadete es vor Jahren den Geschäftsleuten, dass das Unterdrücken von Nummern aus der Mode geriet und viele Firmen Anrufe nicht mehr annehmen wollten, die die Telefonnummer nicht kenntlich machten. Denn die Durchwahl wird nur am Endpunkt unterdrückt, nicht beim Verbinden – so konnten Firmenchefs, die KEINEN Rückruf wollten, den Anruf nicht selbst direkt tätigen. Kriminelle hingegen wurden nicht ausgebremst, da sie die Rufnummer einfach fälschten (spoofing), was nun auch noch die ironische Folge hatte, dass die Menschen die Anrufe für besonders vertrauenswürdig hielten – denn „man sah ja, wer anrief“. Glaubte man leider nur.

Auch hier ist das Problem durch das Zweitgerät zu lösen, was im Zeitalter der Smartphones kaum noch problematisch ist.

Im Internet lösen Sie das Vorzimmer-Problem durch zeitbeschränkte Mail-Angaben. Beispielsweise kann die Mail-Adresse, die Ihre Internet-Seite anzeigt, sich Jahr für Jahr ändern und leitet geheim an Ihre „wirkliche“ Geschäftsadresse weiter: so laufen die Spammer nach einer gewissen Zeit immer ins Leere. Ihre Kundinnen und Kunden können Sie mit einem einfachen Autoresponder nach Ablauf der Gültigkeit aufklären, denn der Spam-Algorithmus wertet Ihre Automatik-Antwort in der Regel nicht mehr aus, er ist ein reines Sende-Programm. Ein vernünftiger WebProvider stellt Ihnen für derartige Vorgänge zahlreiche, kostenlose E-Mail-Adressen zur Verfügung.

Fazit

Einfache Methoden wie Zweithandy oder gültigkeits-beschränkte Mail-Adressen lassen Spammer ins Leere laufen und können Ihr E-Mail-Postfach und Telefonanschluss stark entschlacken.

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