Slogans

Slogans zu erstellen, ist eine kreative Aufgabe. Sie verlangt folgende Eigenschaften:

  • Kreativität
  • Kultursensibiliät
  • Umfassende Bildung
  • Mehrsprachigkeit
  • Kenntnis der Kultur und Subkultur des entsprechenden Zielmarktes

Slogans müssen ein Thema auf den Punkt bringen, griffig und leicht zu merken sein, Missverständnisse und Missbrauch verhindern und rechtssicher sein. Zudem sollte er als Markenname taugen, dh auch auf Schilder passen, als Internet-Adresse verwertbar sein. All das ist am ehesten durch Originalität zu erreichen. Der Nachteil ist, dass Originalität schwieriger ist, als mancher meint, denn es gibt zwei enorme Hürden:

  1. die Belegung durch Konkurrenten
  2. die Eindeutigkeit

Die Belegung ist enorm im Zeitalter des Internet. Kunstworte, die gefällig, leicht auszusprechen, gut merkbar UND NICHT ZU LANG sind, sind inzwischen selten geworden. Beispielsweise sind sämtliche Buchstabenkombinationen des Alphabetes bis zu 6 Stellen mittlerweile von Squattern belegt – jedenfalls im Bereich der bekanntesten Domains. Auf weniger bekannte Domains auszuweichen, kann dann wieder zu markenrechtlichen Auseinandersetzungen führen.

Griffige Slogans sind vielfach schon belegt, bis hin zu einfachen Redensarten („ich liebe es“). Zudem darf ein Slogan sich auch nicht zu eng an Gemeinfreies, also allgemein Bekanntes anlehnen, da sonst die Vielzahl fremder Treffer die eigenen Werbeinhalte überlagert – im Gedächtnis der Kunden ebenso wie in den Suchmaschinen.

Schon die Ähnlichkeit ist zu vermeiden, zu lang darf der Slogan nicht sein, nicht zu allgemein und nicht zu speziell. Englische Slogans wären in Deutschland eine gute Idee, wenn es nicht immer mehr Menschen gäbe, die Englisch nicht oder sehr schlecht verstehen, weshalb so manches gut gemeinte Wortspiel ein tristes Dasein im Unverstandenen fristet.

Viele Redewendungen sind irgendwann in der Geschichte der Werbung aufgetaucht und wieder verschwunden. Als ich für einen Getränkehersteller „…und weg ist der Durst“ erfand, war mir nicht bewusst, dass 1974 eine Limonadenfirma die Redewendung ebenfalls eingesetzt hatte. Das Spannungsverhältnis zwischen landläufiger Redensart und Reservierung durch Fremdnutzung ist nach wie vor ein ewiges Thema vor den Gerichten.

Originell sein, ist inzwischen häufig die einzige Option, auch wenn sie – gerade bei Namen – zu wirren Abkürzungen führt, und ob DMX jetzt etwas zum Essen oder zum Einreiben ist, erfahren Sie auch erst bei schlechter Rapmusik. Denn sprechend sind Codes auf keinen Fall.

Das Thema wird hier fortgeführt. Unten finden Sie die Liste „meiner“ Slogans. Falls Sie einen Slogan suchen, rufen Sie doch mal an

 

Spaßprojekt: Slogans für „Knödelkult“ (nach Anfrage durch Facebook)

 

 

Eigene Slogans und selbst erstellte Marken:

Keine Gnade für Computer (Computerwehr)

Publishing mit maximalem Effekt (Vermehrfachung)

Mit und für (Naturwerbung)

Genuß ist für Kenner (das Besondere)

 

Slogans für Kunden

Lack. Die unsichtbare Garage Ihres Autos. (Sicka Lackierungen)

Beraten – begleiten – vertreten (Rechtsanwaltskanzlei Hanssler)

Gegen Bierversuche. (Walder Bräu)

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