Digitaler Schatten – irreführend

Manchmal sind „Fachbegriffe“ einfach verlogen.
„Digitaler Schatten“ ist so ein Fall – gemeint ist das Datenbild, das wir unabsichtlich werfen.
Der Ausdruck führt aber in die Irre. Es ist ein digitaler Fußabdruck. Bleibend, verfolgbar, und führt die Jäger sicher zu Ihnen.

Schatten verschwinden zu lassen, kann leicht sein – fragen Sie mal nen Fotografen. Der Schatten zieht mit ihnen und kann nicht verfolgt werden… er verschwindet spurlos, hurra.
Nun GIBT es einen digitalen Schatten, wenn Sie so wollen – das sind die Infos, die tatsächlich nicht gespeichert werden.
Quasi das Schmuddelbild im Arbeitsspeicher, das Sie in der Arbeitspause mit dem Malprogramm malen, aber nicht als Datei sichern. Neustart, weg isses.
Oder der Facebook-Beitrag, den Sie zwar wütend ins Eingabefenster tippen, aber nicht losschicken. Sie verwerfen das Geschriebene, nix passiert. Weg ist der Schatten, stimmt’s?
NEIN!
FACEBOOK SPEICHERT IHRE EINGABEN SOFORT, AUCH DIE, DIE SIE NICHT POSTEN

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