Text und Bild bei Online-Anzeigen

Online-Anzeigen bestehen aus Bild- und Textelementen.

Text sollte also getrennt vom Bild gehalten werden. Ausnahme: (kurze) Slogans, Markennamen,

Grund dafür ist, dass die Erfassungsalgorithmen Text durchsuchen und OCR, dh. automatische Texterkennung in Bildern, ein zusätzlicher und unvollkommener Arbeitsprozess ist. Daher prüfen Algorithmen nur im Wege einer groben Vorprüfung, ob „Text“ im Bild enthalten ist und wie groß dessen Menge vermutlich ist. Beispielsweise bei „facebook“-Anzeigen gibt es hierzu klare Vorgaben.

Das dient einerseits der idealen Erfassung der Werbeanzeige und ist daher im Interesse aller Werbenden und der Kunden. Weiter erlaubt es den Lesenden, den Text freier zu skalieren; auch in Sachen Barrierefreiheit ist Text um vieles sinnvoller (direkt umsetzbar für Blinde, Text-to-Speech-Software, etc., Erfassung durch Braille-Tastaturen usw.)

Zugleich ist die Trennung bzw. die Mengenbeschränkung ein Schutz vor Texten zweifelhaften oder juristisch gefährlichen Inhaltes, die auf diese Weise kaschiert werden könnten. Auch das ist, letztendlich, im allgemeinen Interesse.

Ich rate daher, beim Online-Werbekonzept Medien so sauber wie möglich zu trennen und Bild, Text, Sound und Video möglichst unabhängig voneinander zu machen (lange Texteinblendungen in Videos halte ich ebenfalls für schädlich).

Wenn Bilder verwendet werden, sollte möglichst der „Alt“ Tag gesetzt bzw. das Bildbeschreibungsfeld ausgefüllt werden. In jedes Bild sollte ein Copyright-Hinweis und eine Internet-Adresse, möglicherweise zusätzlich noch der QR-Code.

Außer kurzen Slogans, Sprechblasen oder beschrifteten Pfeilen sind Bildtexte nur dann sinnvoll, wenn es einen zusätzlichen Grund für ihren Einsatz gibt – etwa besondere grafische Gestaltungen, konkrete Poesie oder Buchstabenrätsel.

Für WERBEANZEIGEN gilt vor allem auch, dass Text so kurz wie möglich sein sollte – weil es eine wachsende Klientel gibt, die mit Lesen große Schwierigkeiten hat und für die die eigentliche Werbemessage das Bild ist. Wer sich auf eine größere Textmenge einlässt, gehört zu den Lesefähigen – und diese Zielgruppe kann und soll dann gerade NICHT per Bild angesprochen werden.

Zuletzt ist „reiner“ Fließtext auch besser, einfacher und schneller zu ändern als eine Grafik, was sich dann wieder auf der Kostenseite auswirkt.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s