Die Chance der Lokalzeitungen

In der Berichterstattung Deutscher Medien gibt es ein neues Zeitfenster. Berichte über Probleme mit Flüchtlingen werden in den großen Medien mit Verzögerung gebracht. Während ich neue Nachrichten normalerweise zuerst bei den „Leitmedien“ finde, gibt es ein ganzes Begriffsfeld, in dem die KLEINEN Zeitungen mit der Berichterstattung anfangen.
Offensichtlich greifen die bekanntesten Zeitungen Themen, die ihnen politisch unliebsam sind, erst auf, wenn die entsprechende Nachricht – meist durch die Sozialen Netzwerke – bereits soviel Schwung bekommen hat, dass sie nicht mehr zu unterdrücken wäre. Anders gesagt, die Großen warten ab, ob ein Punkt erreicht wird, an dem der Leserschaft auffallen könnte, dass eine Nachricht fehlt. Aktuelles Beispiel war die „Sophienhof“-Nachricht, die mir zuerst durch Facebook begegnete, die ich dann in Lokalblättern fand und die dann, ca. 12 Stunden danach, bei „FAZ“ und „SPIEGEL“ und einigen andern auch noch auf der ersten Seite stand. Dann natürlich bereits in der Art eines Kommentares.
Für kleine Zeitungen besteht damit die Chance, einen echten Coup zu landen, der sonst gegen die große Konkurrenz so gut wie unmöglich ist; natürlich mit dem Risiko, sich missliebig zu machen.
Ich finde täglich mehr Beweise dafür, dass wir tatsächlich Meinungskartelle haben. Wow. War mir vor der Flüchtlingskrise nicht bewusst

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