Spaß bei der Vertragsverlängerung

Mein Provider mobilcom-debitel meldet sich. Wohlgemerkt, trotz meines Verbotes. Das Verbot hab ich damals erteilt, als ein Werbeanruf mir eine heimliche Vertragsänderung einbrachte, die ich – mein Fehler – zu spät bemerkte und die dazu führte, dass 6 Monate sinnlos bezahlter Gebühren einfach einbehalten wurden. Danach hatte ich erklärt, keine Werbeanrufe mehr zu wollen … was natürlich ignoriert wird.

Warum ich dabei bleibe? Weil ich dieselben Geschichten von gefühlt 100 Kunden und Kollegen kenne. Die Provider nutzen aus, dass der Verbraucherschutz in ihrem Bereich schwach ist.

Schön, und nun also Verlängerung. Ich will ohne Theater die Nummer behalten, der Vertrag ist halbwegs normal, schön.

Als der – verbotene – Anruf kommt, sage ich nur, dass ich zurückrufe, und lege auf. Einige Tage danach tu ich das. Am Apparat habe ich Herrn Lurchkieme (Name geändert), der sich mit schwacher Stimme meldet. „Jaaaaa?“

Ich frage, mit wem ich rede. „Lrchkmhä“, antwortet es. Schön. Ich lasse mir den Namen immer als Erstes buchstabieren, eben weil ich gebranntes Kind bin. Zudem zeichne ich das Gespräch auf (per Computermikro, Handy auf laut gestellt).

Lurchkieme ist jedoch NICHT auskunftsfreudig. Zuallererst will er  meine Telefonnummer wissen. „Hab ich Ihrer Warteschleife schon gesagt“, meine ich und denke, damit ist es erledigt. Nein, er will’s nochmal wissen. „Die Nummer wird Ihnen doch angezeigt“, sage ich, denn so ist mein Handy eingestellt. Sieht er nicht, meint Lurchkieme. Ich diktiere. Jetzt will er meinen Geburtstag. Schön, kriegt er. Was ich wolle?

Ich erkläre, dass mein Vertrag ausläuft und ich wissen möchte, welche Optionen ich habe. „OK, ist verlängert“, meint er und ich glaube, ich habe mich verhört. „Nein“, sage ich, ich will ja erstmal die Optionen hören. Das dauert. Lurchkieme kramt sie irgendwo heraus. Schön, da waren doch diverse Dinge, die ich NICHT will, zB eine saublöde Versicherung für € 10,- / Monat.

Fein. Welches Smartphone ich denn dazu haben könnte. „Jedes“, kommt die Antwort. Das kenn ich so nicht. „Darf ich die Konditionen wissen?“ Die sind für alle gleich, heißt es.

Es ist ausgesprochen selten, dass jemand, der etwas verkaufen will, sich dermaßen lustlos die Infos aus der Nase ziehen lässt.

Ich sage: „Soll ich vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt nochmal anrufen, wenn es Ihnen besser passt?“ Vielleicht sind die ja gerade überlastet.

Sie sind es. PAFF, aufgelegt.

Verwirrt und verärgert ruf ich wieder an. Warteschleife, und PAFF – wieder bei Lurchkieme gelandet. Der erkennt MICH ebenfalls, denn er tut so, als hörte er nicht, ruft der Ordnung halber einfach „Hallohallohallo ich höre Sie nicht“ – und legt auf.

Wow.

Der dritte Anruf führt mich zu einer Mitarbeiterin, die WESENTLICH freundlicher ist; doch auch sie hat die Infos, WAS und ZU WELCHEN BEDINGUNGEN sie es anbietet, nicht parat. Alles muss einzeln erfragt werden.

Vor pauschalem „Ja OK, verlängern Sie“ kann ich nur warnen — da hätte ich pro Jahr € 120,- verloren. Ich kann nur sagen, dass das eine der schlechteren Erfahrungen mit einer Verkaufshotline ist. Neutrale Kunden hätten längst aus Verärgerung gekündigt. Ich bleib bei der Firma. Brauche Material fürs Blog…

 


 

 

Anwaltshilfe für den Raum Ravensburg

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Vertragsschwierigkeiten? Für die Abwehr von Abzockern braucht es oft nicht mehr als einen entschiedenen Brief von einer seriösen Anwaltskanzlei. Für unkomplizierte Hilfe ist die Kanzlei Riedesser in Ravensburg eine der besten Adressen im Großraum Oberschwaben. Einfach mal hinsurfen.

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