Textbeiträge im Netz – Copywriting

Es gibt immer wieder Verwirrung darüber, was eigentlich „Copywriting“ ist. Der Deutsche glaubt, es habe mit einer Abschreiberei zu tun und rümpft die Nase.

„Copy“ bedeutet allerdings im Fachjargon schlicht „Textinhalt“. Falls Sie jetzt glauben, „Copywriter“ sei ein ärgerliches Wort, dann bedenken Sie bitte, dass „Konzepter“, „Konzeptionist“ oder „Konzeptionstexter“ auch nicht gerade selbsterklärend sind.

Die Wortherkunft ist nicht einfach zu klären. „Copy“ soll wohl den Unterschied zu wissenschaftlichen oder künstlerischen Texten andeuten – die Texte zur Homepage eines Handwerksbetriebes sind weder das eine noch das andere. Sie sind eben schlichter, grammatisch korrekter, beschreibender TEXT. In der einen oder anderen Weise sind sie auch tausendfach im Netz oder in Zeitschriften zu finden, weshalb auch viele Kunden auf die Idee kommen, ihre Texte „woanders her“ zu übernehmen.

Davon rate ich dringend ab.

Zuallererst schaden Sie sich dadurch direkt, da Sie in Google natürlich als weniger relevant betrachtet werden: schließlich gibt es alles, was Ihre Webseite mitteilt, bereits woanders.

Würden Sie eine Zeitung lesen, die Sie schon kennen? – Eben. Google auch nicht.

Dann ist es ziemlich aggressiv, denn Sie schaden der anderen Webseite. Langfristig verlieren beide Seiten Kunden und Zulauf.

„Copy“ im Sinne der Vermehrfachung ist also ein origineller, individueller Text, der auf einzigartige Merkmale hinweist. Das  mag reißerisch klingen, aber wenn Sie nachdenken, fällt Ihnen auf, dass Sie sehr individuell und unverwechselbar sind, und Ihre Arbeit auch. Es gibt irgendetwas, das Ihre Arbeit von der aller anderen unterscheidet – weshalb Sie schwer zu ersetzen sind, wenn Sie aus dem Berufsleben ausscheiden. Jeder Personalchef kann davon ein Lied singen.

Das ist es, was Copywriting herausarbeitet und beschreibt. Der entstehende Text ist immer noch ein ganz normaler, harmloser Text. Er darf aber in dieser Weise an keiner anderen Stelle zu finden sein – auch heute, im Netz der Terabytes, genügt noch eine kurze Textsequenz, um ein Dokument wiederzufinden. Der gleiche Ausdruck findet sich eben nicht in Goethes „Faust I“ und in Sartres „Die schmutzigen Hände“, solange der String aus Buchstaben nur eine hinreichende Länge erreicht.

Ein Beispiel dafür steht unter folgendem Link: wenige Absätze aus völlig normalem Text beschreiben eine Kundenseite und -dienstleistung. Obwohl es um ein verbreitetes Thema geht, genügt der Text, um den Dienstleister (ein Mediationsbüro aus Ravensburg) hinreichend zu beschreiben. Das Beispiel soll nur zeigen, was Texterstellung eigentlich bedeutet (und darum ist der Text auf einer Seite des deutschen Bookcrossing auch gut aufgehoben): dass „Copy“ einen originären, individuellen Text bezeichnet.

Auch solche Texte zu erstellen, ist Arbeit. Der Text, in dem es vor allem um Konfliktlösung geht, muss prägnant und lesenswert sein – und alle wesentlichen Informationen enthalten. Diese Art von Texten können Sie erwarten, wenn Vermehrfachung in Ihrem Auftrag zum Einsatz kommt.

Bei Interesse: lesen Sie den Text, der ein Mediationsbüro aus Ravensburg beschreibt.

 

 

 

 

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